Austrian Linux Forum

Gentoo -Eindrücke einer mittlerweile gelungenen Installatio

Kategorien: Linux Installation
14 Antworten
am Sonntag, 25. Dezember 2005 um 01:56
so nun hallo, willkommen bei einem Bericht über Gentoo-Linux nun zu allererst, was braucht man für eine Gentoo installation ?! 1. www.gentoo.org -> Installationsanleitung + andere docs (am besten auf einem 2.rechner im browser offen haben :D ) 2. minimal-gentoo-linux.iso oder universal-gentoo-linux.iso 3. ganz viel [b]ZEIT[/b] erstmal vorneweg: ich bin kein linux-newbie oder ein kiddie das viel rumschreit und nix in der birne hat, ich bin 21 und habe linux bereits seit mehreren jahren in meinem zuhause im einsatz. und ich würde mal sagen dass ich mich scho relativ gut auskenn, wenn ich ein system vorgesetzt bekomme wo auch mal kein yast existiert. dennoch war diese gentoo-installation das erste mal dass ich einen kernel kompiliert, und verschiedene sachen gemacht hab die in der installation beschrieben waren. so, insgesammt habe ich es 2 mal versucht, wobei dennoch auch beim 2ten versuch mir ein fehler unterlaufen sein muss, da ich das system nicht zum laufen gebraucht habe. was natürlich auch die müdigkeit sein kann... als allererstes, habe ich mit einem stage1 archiv angefangen, da ich sehr interessiert war und das system, auch wirklich kennenlernen wollte. Stage1 heißt, du kannst soviel optimieren wie du willst, wenn du weißt was du tust. gut, ich habe alle einstellungen getätigt die auf mein system zutrafen, wie zb: CFLAGS="-march=pentium3 -O2 -pipe" und CHOST="i686-pc-linux-gnu" wie vorschriftsmäßig sozusagen, sodann noch MAKEOPTS="-j3" für mein doppelprozessor board und natürlich die USE-flags und dem befehl mirrorselect. somit war die make.conf fertig, und die vielen anderen einstellungen und befehle habe ich ganz nach installationshandbuch durchgeführt. alles lief super, bis etwa 18 oder 20 stunden nach beginn der installation (das teil hat wichtige systemprogramme kompilliert und ich bin ins bett gegangen, danach hab ich die arbeit fortgesetzt) war ich dabei das system zu bootstrapen wie das script bei gentoo heißt, wobei es mir jedoch bei file 38 einen fehler ausspuckte. ein recht komischer fehler, da da stand i386-pc-linux-gnu-gcc: no file or directory ... was natürlich hieß dass der i386-gcc nicht vorhanden war, hmm aber mal hallo? ich hab doch i686 (pentium3) ... war ich natürlich erstmal baff, und hab im ircchannel von gentoo bzw. linux nachgefragt, wie das zustande kommen könnte. da hieß es aber nur "pech gehabt" und somit war ich erstmal sehr erfreut über die hilfeleistung dieser irc-channels (bastarde!) gut, ich habe dann die stage1 installation abgebrochen, da ich die ursache nicht finden konnte, vielleicht war ich auch zu frustriert. 2. versuch: weiter gings mit stage3, also mehr oder weniger ein vorgefertigtes system. da lief alles bestens, wie im installationshandbuch beschrieben - bis zur kernelkompilation, da muss mir ein fehler unterlaufen sein, da nachher das system nicht booten wollte und mir auf der nase herumgesprungen ist :( nun aber da ich nun nach etwa 36 stunden :shock: (incl. etwa 9 stunden schlaf während der kasten kompilierte) nicht an ein laufendes system gekommen war, habe ich mich entschieden es ein andermal erneut aufzurollen, und es für dieses wochenende zu lassen. ursachen für mein "versagen" bei der installation können folgende sein: - zu wenig erfahrung, mit einem system "from scratch" - zu wenig erfahrung mit kernel-selbst-kompilation - zu hastiges verhalten bei einer installation, ich will immer alles gleich zum laufen bringen, und wenns nich gleich geht, krieg ich n koller ;) - und irgendwelche anderen faktoren. was ich aus der fehlgeschlagenen installation mitnehmen konnte: - viel wissen über das system von gentoo, auch wenns nicht geklappt hat. - wissen das mir auch in anderen systemen etwas bringen wird - und dass ich installationen besser ruhiger angehen sollte, als wie oben erwähnt alles schnell schnell am laufen haben zu wollen. Schlusswort: ich kann es jedem empfehlen der mehr über sein linux erfahren will. jedoch, vorsicht! es ist wirklich nicht grad ein spaziergang! der jenige der es wagt, sollte sich im klaren sein, das er mit ziemlicher sicherheit NEULAND betritt, wo er zuvor noch nie gewesen ist. ihr werdet euch jetzt fragen, warum ich einen so langen aufsatz hier schreibe, nun zum einen hat mich theedge gebeten, etwas darüber zu schreiben, wenn ich gentoo probiere, und zum anderen will ich ehrlich sein. Bleibt noch zu erwähnen, dass ich mich nicht scheue meine fehler zuzugeben, wenn ich sie auch wirklich gemacht habe ;) sodenn, dies zum thema! das wars... etz könnt ihr über mich lachen, und versuchen mich in posts zu erniedrigen :D don

Kommentare

theEdge
theEdge am Sonntag, 11. September 2005 um 08:50

*auslach* *erniedrig* ;) ne ernsthaft

kernel kannst du ja auch im nachhinein noch mal selbst kompilieren, da gibts etliche gute anleitungen im netz.
dass er den compiler bei stage1 nich gefunden hat, deutet auf einen defekten download hin, eventuell, würd ich mal sagen, grob geschätzt 0o. hast du die checksummen beim download verglichen?
ansonsten hab ich dich ja vorgewarnt, die kompiliererei ist ein kreuz ;)

am Sonntag, 11. September 2005 um 09:29

dass ich den kernel im nachhinein auch noch kompilieren kann weiß ich ;)
habs nur bis jetzt nie gemacht, weil ich ganz einfach zu faul war und alles funktionierte *g* wieder typisch ich ...

ähm, ich hab stage1 runtergeladen, checksummen verglichen, ich hab das ganze repartuare (kein plan wie man das jetzt schreibt) durchgeführt...
aber dennoch hattern compiler nich gefressen :(

hast du mich vorgewarnt ? Oo ... kann sein, aber ich war so oder so sehr interessiert daran ;)
und es hat mir ja auch was gebracht *g*
und warts ab irgendwann probier ichs nochmal, nur diese woche nicht mehr ... lol

theEdge
theEdge am Sonntag, 11. September 2005 um 11:05

zwecks compiler: ich hab gehört bei gentoo gibts alle paar monate updates bei gcc/glibc etc. vielleicht hast einfach ne blöde version erwischt ;)

am Sonntag, 11. September 2005 um 11:17

kann natürlich sein... ja
deswegen will ichs auch ein andermal nochmal probieren ;)
und dann mach ich auch kein stage1 mehr ...
denn auch bei stage3 ist eine komplette kernel kompilation dabei, das heißt das system wird zumindest in den wichtigsten funktionen optimiert ;)

also mal sehen, ich hab eh noch viel zu lernen was linux angeht... von daher werd ich mich bald mal dran machen, vorerst zumindest kommt auf den kasten debian drauf ... glaub ich mal *g*

apropos, die neuesten nachrichten über M$ neues windows vista gehn mir bereits am sack ... 7 verschiedene versionen, und son mist ...
ich verwend noch xp, für ein paar spiele und son bockmist, aber bald werd ich mich wohl dazu überwinden das alles runterzuhauen *g*

am Samstag, 3. Dezember 2005 um 06:03

so, eigentlich sollt ich den thread neueröffnen ...

denn jetzt ... läufts!

und zwar arschgeil *g*
jetzt im nachhinein, nachdem ich mich mit der kernelkompilation und ein paar grub-errors rumgeschlagen habe und es jetzt läuft, kann ichs nur empfehlen ...

ihr kennt doch bestimmt des, wenn ihr zb, bei SuSE ein fenster größer oder kleiner zieht, dass dann der inhalt ein paar cm oder so hinterherzieht...

installiert mal am selben rechner gentoo, und dieses "hinterherziehen" beträgt vielleicht nen (nichtmal) halben millimeter...

ist vll etz kein perfektes beispiel, aber die performance ist d e u t l i c h besser...

muss es ja wissen, hatte vorher mal SuSE drauf auf der kiste ;)

ein einziger nachteil bleibt ... das kompillieren von kde + abhängigkeiten + download, hat auf meinem 1,2ghz amd athlon-tbird mit 512mb ram geschlagene 19 stunden gedauert ...

wobei gesagt werden muss, dass kde allerdings auch nicht gerade klein ist :D

shevegen
shevegen am Donnerstag, 8. Dezember 2005 um 21:29

Halt uns aufm laufenden mit Gentoo.

Weil entweder bleibt man bei Gentoo, oder nicht (ok das klingt deppert, aber die die Gentoo nutzen sind entweder Fans und bleiben dabei, oder springen zB auf debian.... zumindest auf IRC. Von Gentoo zurück auf SuSE kenne ich hmm niemanden. )

am Freitag, 9. Dezember 2005 um 13:35

ich plan jetzt in den winterferien auf mein laptop (ppc/apple powerbook) auch gentoo zu installieren ;)

also ich bleib jetzt dabei, und wenn die installation auf meim laptop geglückt ist (nehm an des wird etwas schwieriger) dann bleib ich erst recht dabei *g*

aber etz mal ganz ehrlich, eigentlich isses stinkeinfach :)

ich hatte nur früher wohl zuviel angst davor, mir das system komplett von hand zu basteln...
jetzt im nachhinein mit kernelkompilieren, gruberrors, sowie einstellungen am nativen system... eigentlich is es _doch_ stinkeinfach ... :D

man darf sich allerdings au ned zusehr reinstressen, wenn man nur alles schnell schnell am laufen haben will, ist man mit gentoo gaaaaaaanz falsch beraten!

also, spätestens nach den weihnachts ferien, bin ich ein absolut begeisterter Gentoo nutzer, oder ein etwas stagnierter, der gentoo zwar geil findet, aber dennoch anderes nutzen wird :)

Markus René Einicher
Markus René Einicher am Freitag, 16. Dezember 2005 um 09:29

Nachdem wast mich vor kurzem im ICQ gefragt hast nehm ich an du hast das Projekt vorgezogen, oder hast Gentoo jetzt am Festrechner rauf getan.

Ach ja, das is so eine Sache mit den PArtitionen, da kannst die Betriebsysteme rauf und runterhaun und rauf und runter :)

am Freitag, 16. Dezember 2005 um 10:04

deine annahme is richtig, ich habs aufn festrechner gepackt, wo das kompillieren von kde 19 stunden dauerte ;)

das laptop kommt wie schon angekündigt erst irgendwann zu weihnachten dran, da ich dieses wochenende mal was tun sollt, was mein semester angeht ...

momentan hab ich ein eher kleines problem, java in webbrowsern will ums verrecken nich :/
aber das problem is bestimmt nur irgend ne mikrige einstellung :)
und soll etzt hier nicht zur diskussion stehen...

Markus René Einicher
Markus René Einicher am Freitag, 16. Dezember 2005 um 11:29

Ich hab für Java auch sicher sechs Anläufe gebraucht bisses im Firefox gegangen is.

Hab ein How-To geschreiben:
hausbrauch.beradiert.org/standardforum/viewtopic.php?p=1370#1370

shevegen
shevegen am Donnerstag, 22. Dezember 2005 um 03:11

"wo das kompillieren von kde 19 stunden dauerte "

OH MEIN GOTT....
hmm wie kann das sein?

Selbst glib hat nur rund hmm 12 Minuten gedauert, und das war schon recht lange...

19 Stunden!

Hmm, ich denke ich sollte mal selbst Messen wie lange das kompilieren von etwas dauern tut.

Markus René Einicher
Markus René Einicher am Donnerstag, 22. Dezember 2005 um 10:35

Wenn ich das jetzt so durchdenke, ich hab fürs kompilieren meiner ersten LFS alles in allem nicht einmal 5 Stunden gebraucht. Dafür ging sie dann auch nicht :)

am Donnerstag, 22. Dezember 2005 um 14:31

das kann schon sein wenn der rechner nicht gerade stark ist ;)
ein athlon 1200 thunderbird mit 512 mb ram, und ansonsten nicht gerade gutem rest ist halt doch keine rennmaschine, wenn ich gentoo auf meinem p4 mit 2.66ghz installieren würde dann würd das wohl auch in 3-5 stunden fertig sein, wie aufn rechner von n kumpel ;)

shevegen
shevegen am Sonntag, 25. Dezember 2005 um 01:56

Meine 2. LFS hat funktioniert.
Dafür kamen dann 4 weitere die nit funzen.

Dann hatte ich wieder eine, die eigentlich perfekt war bis ich dann irrtümlich ein paar Pakete gelöscht hatte hehe... da hatte ich wieder erstmal die Nase voll.

Jetz schau ich erst, das ich den Sprung nach Linux from scratch gut kann (also Xorg server aufsetzen, KDE und Gnome aufsetzen, und so weiter).

Weil nur ein basic LFS ist mir ehrlich gesagt zu wenig (auch wenn ich konsolen und terminal fan bin.), ohne firefox geht bei mir gar nix