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Windows unter Linux - VMWare machts möglich

Kategorien: Linux How-Tos
1 Antwort
theEdge
theEdge am Sonntag, 28. November 2004 um 21:20
Ich stand diese Woch vor folgendem Problem Ich arbeite auf Linux. In der Schule werden wir "gezwungen" auf Windows zu arbeiten: .Net-Programmierung. Super. Auf LAN-Parties werden leider nicht nur Spiele gespielt dies native für Linux gibt. Das heisst, ich brauch Windows und zwar nicht nur als emulierte Version unte dem Linux-Betrieb sondern auch als native boot, um beim Spielen entsprechende Performance zu erlangen. 1) Windows installieren Der erste Schritt besteht darin, Windows auf eine eigene Partition zu installieren. Dabei muss die Partition nicht auf der selben Platte liegen wie die Linux root-Partition. Zu beachten hierbei: Windows kennt keine anderen Betriebssysteme ausser Windows-OS und überschreibt den Bootloader im MBR (sofern dort hin installiert) bei einer Installation. Um den Bootloader nach der Installation richtig zu konfigurieren, gibts [url=http://hausbrauch.beradiert.org/standardforum/viewtopic.php?t=9]}hier[/url] bereits ein kleines Tutorial. 2) Windows präparieren Also, wir installieren Windows (egal welche Version, aber desto neu, umso gut) und Installieren wieder unseren Bootloader. Als nächstes booten wir native ins Windows (also direkt beim Bootloader auswählen) und kopieren das Hardwareprofil! Die virtuelle Maschine simuliert eine Hardware-Umgebung, die sich von der echten Hardware unterscheidet. Um nicht jedes mal neue Treiber installiern zu müssen und damit Windows sich auskennt, werden wir 2 Hardwareprofile erstellen. Eines nennen wir Physical machine, das andere virtual machine. Um ein Hardwareprofil zu erstellen, gehen wir auf die Systemeigenschaften (Rechtsklick auf Arbeitsplatz, Eigenschaften, Hardware) klicken den Button Hardware-Profile, wählen das (hoffentlich einzige) Profil aus und klicken auf kopieren. (Unterschiedliche Windowsversionen haben das Hardwareprofil wo anders, aufpassen!) 3) Back to the roots - Wir booten ins Linux und instalieren VMWare Siehe Titel: Wir booten zurück in unser "Host-OS", also jenes, welches die Virtual Machine beinhaltet. Das "Guest-OS" wird Windows sein, es ist bei unserem Linux ja nur Gast. Also, wir booten ins Linux, besorgen sich VMWare (natürlilch alles legal) von http://www.vmware.com/download/workstation.html und installieren das Teil. Dazu wechseln wir ins Verzeichnis, in welches wir die VMWare entpackt haben und führen den vmware-installer.pl als root aus. Die Installation ist einfach: Sofern man keine speziellen Wünsche hat, einfach immer Enter drücken, die Installation sucht sich alles nötige selber raus. Vorsicht beim Kompilieren! VMWare meint, gcc größer 3.0 (glaub ich) wird (zumindest bei VMWare 4.5) nicht unterstützt. Die default-einstellung ist No, hier dennoch yes eingeben, es sollte funktionieren. Vorsicht beim Netzwerk! Netzwerk einrichten, mit NAT konfigurieren, dann kommt man im Netzwerk zuhause nicht durcheinander! 4) Welcome Windows to a new world Jetzt laden wir Windows (unser Guest) auf unser Linux (den Host) ein: Wir starten VMWare (auch als normaler user möglich) und adden eine neue Virtual Machine File > New virtual machine Wir möchten von einer bereits installierten Version booten, also wählen wir Custom und klicken weiter. Der nächste Bildschirm zeigt die EIngabeaufforderung für das gewählte OS. Hier bitte dein Windows auswählen... Als nächstes wird der Name der VM (wie sie in der VMWare aufscheint) eingegeben und der Speicherort (standardmäßig das Homeverzeichnis, des aktuellen Benutzers) Der Speicher sollte entsprechend deines physikalischen Speichers gewählt werden. Auf meinem 1024MB-RAM-System hab ich meinem XP Prof 512 gegeben. Sollte ausreichen, all zu anspruchsvolle Applikationen werden sowieso nicht drauf laufen. Bei der Network Connection (nächster Schirm) sollte NAT ausgewählt werden, ausser etwas anderes passt dir besser. Hast du zu entscheiden ;) I/O-Adapter types bleibt am Besten bei der Voreinstellung. Bei Disk kommt nun der Clou: Wir wählen mit "use physical disk" den unterstenm Punkt aus und drücken weiter. In der Eingabemaske geben wir die FESTPLATTE an, auf der sich das Gast-OS (windows befindet). zb /dev/hdb Auch wenn es irritierend ist: Wir wählen DIE GANZE PLATTE aus (use entire disk) Bestätigen mit Weiter und stellen fertig mit fertigstellen 5) Das komplizierte Finale In den Favoriten im linken Frame sollte nun die soeben erstelle Virtuelle Maschine erscheinen. Die wird jetzt angeklickt und mittels dem Menüeintrag "VM" (oben) konfiguriert: Die einzelnen geräte können hier einfach entfernt, editiert oder hinzugefügt werden. Anmerkungen: Sound ausschalten, verhidnert garantiert eventuelle Probleme im Host-System das CD-Laufwerk entfernen und manuell noch mal neu hinzufügen: Bei mir hat die Autokonfiguration nicht funktioniert. Sollte es nach dem ersten Boot nicht funktionieren. Noch mal neu starten und manuell hinzufügen, aber erst ganz zum Schluss! vorher unbedingt VMWare Tools installieren (siehe weiter unten) Nachdem wir alles konfiguriert haben, booten wir. Der Bootloader sollte erscheinen, hier das richtige OS auswählen. UNBEDINGT VERMEIDEN VOM AKTUELLEN SYSTEM ZU BOOTEN! Niemals das aktuelle System booten! Es kann dadurch zerstört werden! Als nächstes kommt die Auswahl des Hardwareprofils. Hier wählen wir virtual machine, drükn enter und warten. Die erstmalige Konfiguration der Hardware kann eineige Zeit dauern... Bevor alles fertig installiert wurde, sollte ein Dialog kommen, der einem zum Installieren des Grafiktreibers auffordert. HIER UNBEDINGT ABBRECHEN! Die Installation des grafiktreibers muss abgebrochen werden und dem System der NEUSTART VERWEHRT WERDEN! (mit einem klick auf "Nein" im kommenden Dialog) Es ist nun an der Zeit, die VMWare Tools zu installieren. Unter dem Menü "VM" gibt es einen Punkt "Install VMWare Tools". der wäre jetzt zu drücken. In der VM sollte ein Windows-Installer erscheinen, der die Tools installiert. Nach der Installation, erlauben wir dem System neu zu starten... 6) Fertig! Nach dem gebootet wurde, sollte in der Taskleiste, im Tray, ein kleines Icon mit dem VMWare Tools erscheinen. dies erscheint übrigens auch bei einem native-boot, hat aber lediglich auf den VMWare-Boot einfluss.... dann viel spass und Glück mit Windows unter Linux :)

Kommentare

gravedigga
gravedigga am Sonntag, 28. November 2004 um 21:20

ja ich verwends eigentlich schon lang und zwar deshalb weil ich eine eigene Distri erstellen will(so eine art ipcop mit traffic-quota)

und da is so eine vmachine viiiiiel feiner als einen pc immer wieder zu resetten :D