Austrian Linux Forum

Was ist Linux?

Linux ist ein freies Betriebssystem, welches jeder nach eigenem Belieben verwenden darf. Es gibt eine so unüberschaubare Vielzahl an Linux-Programmen, dass es eigene Gruppierungen gibt, die Zusammenstellungen ausgewählter Programme zusammentragen und veröffentlichen – die Distributoren. Das ist vor allem vor dem Hintergrund wichtig, dass die Linux-Programme nicht so ausgeliefert werden, das sie sofort laufen können, wie es bei Windows der Fall ist. Viel mehr wird lediglich der Quelltext zur Verfügung gestellt.

Damit der Quelltext für den Anwender benutzbar wird, muss er umgewandelt werden in ein ausführbares Programm. Diesen Vorgang nennt man „kompilieren“ und je nach der Größe eines Programmes, kann das eine Weile dauern. Damit ein normaler Benutzer jetzt nicht jedes Programm selbst kompilieren muss, übernehmen das die Distributoren. Diese geben schließlich ihre ganzen ausführbaren Programme als Sammlung heraus, das nennt man dann eine Distribution.

Im Gegensatz zu den Programmen die es für Windows zu kaufen gibt, sind Linux-Programme nicht in sich geschlossen. Sie nutzen sich gegenseitig. Das hat den Vorteil, das man erheblich weniger Speicher verbraucht. Es hat allerdings den Nachteil, dass ein Programm gar nicht mehr oder nur eingeschränkt funktionieren kann, wenn ein anderes fehlt, von dem es abhängig ist. Außerdem gehen die Linux-Programme noch ein Stückchen weiter: Sie nutzen sich nicht nur gegenseitig, sie stellen einander sogar Quelltext zur Verfügung. Dieser befindet sich in sogenannten Bibliotheken.

Ein Linux-Programm braucht also nicht nur andere Programme, sondern verwendet auch externen Quelltext. Das hat den Vorteil, dass diese Bibliotheken separat entwickelt werden können. So können sich deren Entwickler ganz konkret spezialisieren und auf ihrem Gebiet das Beste herausholen. So profitieren alle voneinander. Denn das Internet ermöglicht es, dass abertausende von Projekten rund um die ganze Welt ihren kleinen Beitrag zum großen Ganzen Leisten können und eben jener Beitrag ist es, der es Linux ermöglicht frei zu bleiben – und kostenlos.

Es gibt aber natürlich auch Leute die mit Linux Geld verdienen wollen. Manche wie zum Beispiel Mandriva Linux nur, um sich das Geld zu verdienen, das man braucht, um die ganzen Ressourcen zu bezahlen die die Entwicklung und Verteilung einer Distro (die Kurzform für Distribution) verschlingt. Andere wie der Novell Konzern und dessen SUSE Linux oder RedHat Linux sind wie Microsoft, und wollen in erster Linie Geld machen. Linux ist bei denen nur mehr ein Produkt das vermarktet und verkauft wird, und gerade so viel können muss, dass es verkauft werden kann.

Also wenn du dir überlegst auf Linux umzusteigen, dann mach es richtig und wähle eine „echte“ Distro, die Linux nicht nur produziert, sondern auch praktiziert.

Kommentare

am Sonntag, 24. Juni 2007 um 13:34

Hmm... Eigentlich sollte man hier genauer differenzieren zwischen dem eigentlichen Betriebssystem, also die Tools und Programme sowie dem Kernel die das Betriebssystem ausmachen, und dem Kernel, welcher das eigentliche "Linux" ist.

Ich denke man sollte gleich von vornherein jedem Linux-Neuling klarmachen, dass nur der Kernel "Linux" heißt, und das bei jeder Distribution. Die "Distribution" ist dann im Endeffekt das eigentliche Betriebssystem.

Markus René Einicher
Markus René Einicher am Sonntag, 24. Juni 2007 um 15:20

Ja also dein Kommentar is denk ich für einen Neuling sehr verwirrend.

Markus René Einicher
Markus René Einicher am Sonntag, 24. Juni 2007 um 15:24

Außerdem sollten wir sowieso genauer ausarbeitet was Linux an sich is, wie aufgebaut is, Gnome und KDe und X usw.